
Der Corona-Gespräch Rückblick
Während der Corona-Pandemie haben wir Menschen aus Bad Kreuznach zu ihren Erfahrungen befragt. In insgesamt 18 Interviews schilderten sie uns ihre Perspektiven. Knapp sechs Jahre später treffen Marc Bremmer und Yuliyan Ilev die Menschen von damals erneut. Was hat sich für sie verändert? Wie blicken sie mit Abstand auf die Zeit der Pandemie zurück? Diese und weitere Fragen beantworten uns die Zeitzeugen im Interview.
In dieser Folge sprechen wir mit Rolf Bernardi.
Rolf Bernardi hat zwei Zuhause: eines in Bad Kreuznach, eines in Spanien. Als der Lockdown kam, saß er auf der falschen Seite der Grenze. Getrennt von seiner Frau, ohne zu wissen, wie lange. Wie hat er diese Zeit erlebt, und wie blickt er heute darauf zurück?
Bettina Dickes war während der Pandemie Landrätin des Landkreises Bad Kreuznach – und ist es bis heute. Damals kämpfte sie nicht nur mit dem Virus, sondern vor allem mit einer Frage: Was passiert mit den Kindern? Sie suchte eigene Wege, schöpfte Spielräume in den Verordnungen aus – und behielt Recht mit ihren Befürchtungen. Knapp fünfeinhalb Jahre später spricht sie über das, was geblieben ist: die gesellschaftliche Spaltung, das Vertrauen in den Staat – und ein Sonntagsfrühstück.
Stefan Vinke ist freiberuflicher Opernsänger, seit zwölf Jahren ohne festes Engagement. Wer nicht auftritt, verdient nichts. Während der Pandemie trat er zwei Jahre lang kaum auf. Die wirtschaftlichen Folgen spürt er bis heute: weniger Engagements, ein verändertes Netzwerk, Teile der Altersvorsorge aufgebraucht. Und doch bleibt auch etwas anderes: mehr Zeit mit der Familie. Ein Gespräch über das, was die Pandemie einem Künstler nimmt.
Hendrik Bott betreibt in Bad Kreuznach das „Kelly’s Irish Pub“. Damals war er zweimal zu Gast in den Corona-Gesprächen. Die Pandemie traf ihn als Gastronom hart. Die Existenzängste kamen schnell. Der Alkohol auch. Heute hat er beides im Griff. Er erzählt offen darüber, was die Zeit mit ihm gemacht hat und was vom Vertrauen in die Politik übrig geblieben ist.
Sie haben sich in der Pandemie gefunden. Aus einer Idee wurde eine Bürgerinitiative. Aus der Bürgerinitiative wurde „Wir sind Kreuznach“. Damals riefen sie die Leute auf, bewusst lokal einzukaufen, produzierten kleine Filme mit Gesichtern aus der Stadt, ruderten singend die Nahe entlang. Heute organisieren sie den FeierAbendMarkt und bringen Religionen auf dem Kornmarkt zusammen. Ein Gespräch über Optimismus als Haltung, über die Verrohung im Netz und darüber, was eine Stadt zusammenhält.
Zu Zeiten der Pandemie war Max noch Schüler. Heute studiertert er im dualen Studium bei einem regionalen Betrieb. Wie blickt er auf die Corona-Zeit zurück?
Christian Kirchner leitete während der Coronapandemie die Polizeiinspektion Bad Kreuznach. Am 9. Dezember 2020 war unser letztes Interview. Fünf Jahre später haben wir ihn wieder getroffen. Wie blickt Christian auf die Zeit zurück? Beruflich und persönlich. Was hat sich verändert? Und was hat es mit dem Fledermaus-Tattoo auf sich?
Marian ist Redaktionsleiter des Öffentlichen Anzeigers. Etwa fünf Jahre nach unserem letzten Interview sprechen wir noch einmal über Corona. Wie blickt der Journalist und ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger auf die Pandemie zurück? Was ist ihm besonders in Erinnerung geblieben? Über Wandern und Tiefkühlpizza bis hin zu der Rolle von Medien, gibt uns Marian seinen ungefilterten Einblick.
