Show: Das Corona-Gespräch

Wie geht es den Helden des Corona-Alltages und was hat sich für sie geändert?

Was haben Ärzte, Polizisten, Krankenschwestern, Heimbewohner, Home-Office-Arbeitende, Kassiererinnen, Apotheker, Lehrerinnen, Schüler, Politiker, Gewerbetreibende, Handwerker aber auch positiv getestete und an Corona erkrankte Menschen etc. er- und durchlebt? Gesucht werden Menschen aus allen Bereichen unserer Gesellschaft, die bereit sind ihre Erfahrungen, Erlebnisse, Ängste und Sorgen in Corona-Zeiten schildern. Mit dieser Interview-Reihe von Zeitzeugen starten wir als Haus der Stadtgeschichte die Erweiterung unseres Film- und Hörarchives.

  • Corona Gespräch 19 | Erfahrungen der Landrätin

    Corona Gespräch 19 | Erfahrungen der Landrätin

    Bettina Dickes, Landrätin des Kreises Bad Kreuznach erzählt uns im heutigen Coronagespräch, wie sie den Kreis als
    Verantwortliche und Entscheidungsträgerin durch die Pandemie lenkte. Und warum das auch bedeutete bis Mitternacht Facebook-Nachrichten zu beantworten.

  • Corona Gespräch 18 – Erfahrungen der Oberbürgermeisterin

    In dieser Folge erzählt uns Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, welche Veränderungen die Pandemie in der Stadtverwaltung mit sich brachte und was sich privat für sie änderte.

    Wir, Marc und Yuliyan von Gässjer FM, befragen KreuznacherInnen zu ihren Erlebnissen während der Coronapandemie.

    „Anfang 2020 zeichnete sich ja so langsam ab, das ist eine Angelegenheit, die bleibt nicht in China. Wir müssen hier was tun.
    Und ich habe dann in der Verwaltung einen
    Krisenstab ins Leben gerufen. Kein Krisenstab, wo jetzt das Amt für Brand und Katastrophenschutz involviert ist, sondern ein Krisenstab
    für die Verwaltung selber. Um zu gucken: „Wie können wir uns dann aufstellen in einer Zeit, wo klar ist, wir müssen Menschen räumlich trennen?““ – Heike Kaster-Meurer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bad Kreuznach

    „Stadtratssitzung haben wir zunächst ausgesetzt, haben für das Allerwichtigste Beschlüsse im Vorstand gefasst und sind dann ja auch zu digitalen Sitzungen gekommen, zu Videokonferenzen. Auch das war ja vorher überhaupt nicht denkbar.

    Ich weiß noch, als ich das vorgeschlagen habe, gab es einen Riesen, einen riesen Widerstand, wie man denn sowas machen kann. Ich würde ja Mandatsträgern jede Rechte abschneiden. Das hat sich ja inzwischen auch relativiert. Wir fragen ja auch immer noch, ob Präsenz oder Videokonferenzen gewünscht sind. Und der letzte Jugendhilfeausschuss beispielsweise hat als Videokonferenz stattgefunden und es gibt gar keine Vorbehalte mehr.“ – Heike Kaster-Meurer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bad Kreuznach

    „[…] Und es gab aber auch ganz viele
    Betroffene.Und gerade die Menschen, die auf Trinkgeld angewiesen sind… Ich denke mal,
    Gastronomen oder die Gastronomiebeschäftigten sind ja auch unterstützt worden. Aber wenn ich Kurzarbeitergeld bekomme von einem Festgehalt und mir fehlt dann das Trinkgeld, dann ist es natürlich noch mal eine ganz andere Situation,
    als wenn man in der Verwaltung arbeitet, wo klar ist Ich kann Urlaub nehmen, wenn ich jetzt nicht
    unbedingt gebraucht werde.“ – Heike Kaster-Meurer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bad Kreuznach

    „Schaffen wir es in Zukunft noch, den sozialen Frieden zu finanzieren? Da mache ich mir große Sorgen. Aber nicht für meine Person, sondern insgesamt für unsere Stadtgesellschaft, für die Gesellschaft insgesamt. […] Diese Entwicklung, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet, dass sich bestimmte Menschen, auch das Wohnen und Leben in einer Stadt nicht mehr leisten können. Das haben wir ja vor Corona schon gehabt, das hat sich ja schon abgezeichnet. Aber das, finde ich, ist jetzt noch mal durch Corona beschleunigt worden. Und das ist auch etwas, was mir große Sorgen macht und wo ich mich auch wirklich frage: „Wie schaffen wir es kommunalpolitisch, da gegenzusteuern?““ – Heike Kaster-Meurer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bad Kreuznach

    „ […] Das steckt, glaube ich, auch tief in den Knochen der Menschen. Die Angst, es kommt etwas Unberechenbares. Bisher gab es ja immer so eine – zumindest einigermaßen – so eine Verlässlichkeit. […] Ich gehöre ja eher zu den Boomern. Wir hatten es immer gut, wir hatten immer genug zu essen. Es gab keinen Krieg, es gab immer Frieden, es gab immer Freiheit. Wir konnten immer reisen. Aber jetzt haben wir gelernt das ist alles nicht so selbstverständlich. Und es kann durchaus sein, dass plötzlich irgendwas ist. (Dass) irgendetwas passiert und alles ist anders.“ – Heike Kaster-Meurer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bad Kreuznach

  • Corona Gespräch 17 – Erfahrungen aus der Gastronomie

    Corona Gespräch 17 – Erfahrungen aus der Gastronomie

    Stephanie Hilgert gibt uns Einblicke in den Familienbetrieb. Mitten im Umbau des Hotels wurden sie von der Pandemie erwischt. Wie gingen die Gastronomen damit um? Wie hat es ihren Alltag verändert? Welche Schlüsse ziehen sie aus dieser Zeit? All das und mehr erfährst du in dieser Folge des Coronagesprächs.

  • Corona Gespräch 15 – Erfahrungen einer Bürger:inneninitiative

    Corona Gespräch 15 – Erfahrungen einer Bürger:inneninitiative

    In dieser Folge stellen sich drei Kreuznacherinnen vor, die sich zu Anfang der Pandemie zusammengesetzt haben und eine Initiative gegründet haben. Unter „wirsindkreuznach“ bieten sie seitdem eine Plattform für lokale Händler:innen, Dienstleistende, Privatpersonen, Vereine, veranstalten Aktionen mit Musik und Kunst und laden zu regelmäßigen Netzwerk-Meetings ein, an denen jeder teilnehmen kann.

    Was sie motiviert, welche Hürden sie bewältigt haben, was sie sich für die Zukunft wünschen, erzählen uns Iris, Manu und Claudia im Corona Gespräch.

  • Corona Gespräch 14 – Erfahrungen eines Malers

    Corona Gespräch 14 – Erfahrungen eines Malers

    Walter Brusius lebt seit über 30 Jahren als freischaffender Künstler in Bad Kreuznach. Für jemanden, der sonst die Stadt als sein Wohnzimmer betrachtet, sind die Einschränkungen und die ausfallenden Ausstellungen ein großer Verlust. Abhilfe schafft die Kommunikation über soziale Netzwerke. Auch Freunde stehen dem Maler helfend zur Seite. Warum er mit Sorge auf die Gesellschaft schaut, mit welchen Gedankengängen er sich im Alter auseinandersetzt und was das für sein gerade neu gefundenes Hobby bedeutet, erzählt er im Corona-Gespräch. Das Interview haben wir am 8. Mai im Atelier von Herrn Brusius aufgezeichnet.

    „Wir hatten letztes Jahr zwei Ausstellungen geplant. Und es wurde auch eingeladen und diese Ausstellungen waren ausgerichtet nach den Richtlinien, die damals von Mainz vorgegeben worden sind. Also nur begrenzte Besucherzahl, dies und jenes. Das war Ende Sommer, (Anfang) Herbst […]. Und dann gingen die Einladungen raus, das meiste geht ja heute per Facebook. Also kaum noch etwas per E-Mail geht fast alles per Facebook. Und schriftliche Einladungen gibt es gar nicht mehr, wie früher mit so einer schönen Karte. Und dann war ich überrascht, wie viele deindselige Kommentare kamen. „Wie könnt ihr nur so etwas machen in dieser Zeit! Ihr setzt ja die Leute den größten Risiken aus.“ Also das war richtig feindselig. Nicht von allen, aber es gab solche Meldungen. Richtig feindselig. Und von Leuten, die normalerweise gerne zu solchen Ausstellungen kommen.“

    „Die Befürchtungen, die ich immer hatte (sind), dass es so viel Gewalt und soviel Hass in der Gesellschaft gibt – also gewusst habe ich das schon immer – aber in welchem Ausmaß, das wagt man sich oft nicht einzugestehen.“

    „Ich lasse mich jetzt impfen! Vor allen Dingen oder in erster Linie, damit ich die Voraussetzungen habe, jetzt wieder reisen zu können.“

    • Walter Brusius,
      freischaffender Künstler aus Bad Kreuznach
  • Corona Gespräch 13 – Erfahrungen aus der Zeitungsredaktion

    Corona Gespräch 13 – Erfahrungen aus der Zeitungsredaktion

    Marian Ristow ist stellvertretender Redaktionsleiter des Öffentlichen Anzeigers in Bad Kreuznach. Der Öffentliche Anzeiger ist die auflagenstärkste Tageszeitung in Bad Kreuznach. Was sich im Leben eines Redakteurs in der Coronakrise geändert hat, womit man sich neu auseinandersetzen muss und was er aus der Zeit vor Corona am meisten vermisst, erzählt er uns im aktuellen Coronagespräch. Das Gespräch haben wir am 7. Mai aufgenommen.

    „Was natürlich komplett auf der Strecke bleibt ist das Redaktionsleben. Das kann man sich wirklich im Grunde so vorstellen, wie man es aus Filmen und mittlerweile Serien kennt. Früher […] haben wir hier wirklich morgens unsere Konferenzen gehabt mit zehn bis zwölf Leuten. Das ist natürlich heute Science-Fiction, das kann man sich gar nicht mehr vorstellen.“

    „Ich habe ja auch mal einen richtigen Beruf gelernt, nämlich Krankenpfleger. Mir ist das Krankenhausumfeld durchaus bekannt. Da macht es mich schon ein Stück weit fassungslos, wenn ich sehe, dass Leute auch aus meinem Umfeld der [Querdenker]-Bewegung total nahestehen. Das muss ich sagen, das hat mich ein Stück weit schon geschockt.“

    „Die Leute merken im Grunde nicht, wie ihre berechtigte Sorge, die ich absolut teile, missbraucht wird für irgendwelche antidemokratischen Umtriebe, die sich in das Gewand einer demokratischen Volksbewegung kleiden. Das macht mir ein Stück weit Angst, weil ich leider auch weiß, – und das kann man mir jetzt auch gern zum Vorwurf machen – dass da draußen viele Leute unterwegs sind, die das überhaupt nicht merken. Und das ist das, was mich fundamental stört.“

    – Marian Ristow,
    stellvertr. Redaktionsleiter,
    Öffentlicher Anzeiger

  • Corona Gespräch 12 – Erfahrungen eines Schülers

    Max Schmitt ist 17 Jahre alt und Schüler des Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach. Darüber hinaus engagiert er sich in der LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz. In unserem Gespräch erzählt er, wie sich der Schulalltag während der Coronakrise verändert hat, wie er mit dem Recht auf Meinungsfreiheit die Demonstration der hiesigen Corona-Leugner störte und was er und vielleicht auch andere Schüler*innen aus der Krise mitnehmen können. Max war uns aus der Ferne zugeschaltet.

    Links zur Folge:
    https://www.darfichdas.info/

  • Corona Gespräch 11 – Erfahrungen aus der Kindertagesstätte

    Corona Gespräch 11 – Erfahrungen aus der Kindertagesstätte

    Twiggy ist Erzieherin in einer Kreuznacher Kindertagesstätte. Im Gepräch erzählt sie uns, wie sie Arbeitsalltag und Privatleben in Zeiten von Corona unter einen Hut bringt. Um direkten Kontakt zu meiden, haben wir das Interview über die Ferne aufgenommen.

    Im Coronagespräch sammeln wir die Erfahrungen von KreuznacherInnen während der Pandemie.
    Auf badkreuznach.stadtgeschichte.online kannst du alle Folgen hören.

  • Corona Gespräch 10 – Erfahrungen aus der Kneipe II

    Corona Gespräch 10 – Erfahrungen aus der Kneipe II

    Hendrik ist zum zweiten Mal Gast beim Coronagespräch. Beim letzten Interview galt seine Sorge noch den Außensitzplätzen in der Wintersaison. Ein Lockdown später erzählt der Kreuznacher Gastronom uns, wie sich die Lage entwickelt hat. Zwischen Rentabilitätssorgen und Tatendrang schaut Hendrik vorsichtig optimistisch auf die kommende warme Jahreszeit.

  • Corona Gespräch 09 – Erfahrungen eines Polizisten

    In unserem vorerst letzten Coronagespräch hören wir die Perspektive des Leiters der Polizeiinspektion Bad Kreuznach, Herrn Christian Kirchner. Herr Kirchner wünscht sich einen vernünftigeren gesellschaftlichen Diskurs bei dem Thema der Coronamaßnahmen. Er kritisiert die verschwörungstheoretischen Impulse, da sie zu Verunsicherung in der Bevölkerung beitragen. Auch bedauert er, dass vor allem junge Kinder einen nicht unwesentlichen Teil ihres Lebens im Lockdown verbringen. Wir bedanken uns für das Gespräch!

    „Seit März sind wir in dieser Coronasituation. Also bald ein dreiviertel Jahr. Für mich ist das vielleicht kein langer Zeitraum aber wenn ich jetzt überlege, die Kinder, wir haben einen sechsjährigen Zuhause für den ist das – wenn man so will – jetzt schon ein großer Teil des Lebens, den der jetzt in dieser Situation verbringt.“

    „Das, was mir mißfällt, letztendlich ist eine bestimmte Entwicklung einiger Leute – da geht’s jetzt so ein bisschen in die Richtung CoronaLeugner – Leute die irgendwo diese Tatsachen anzweifeln, die generell Verschwörung dahinter vermuten und angeblich auch Beweise für solche Verschwörungstheorien haben. Und die dann letztendlich zu einer großen Verunsicherung in der Bevölkerung beitragen. Das mißfällt mir, dass man hier nicht mit objektivem Blick auf die Themen schaut.“

    • Christian Kirchner, Polizist

    badkreuznach.stadtgeschichte.online